Tiere aus dem Tierheim adoptieren – super für das Tier und gut für den Menschen

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Hallo meine Lieben,

die liebe Carola von Kids&Cats hat einen Gastbeitrag zum Thema „Tiere aus dem Tierheim adoptieren“ geschrieben. Schaut mal bei ihr vorbei und somit viel Spaß bei ihrem Beitrag 🙂

Tiere aus dem Tierheim adoptieren – super für das Tier und gut für den Menschen

Leo und Iksi

Unsere Katzen kommen aus dem Tierheim. Diesen Weg bin ich ganz bewusst gegangen, denn ich bin überzeugt davon, dass man keine bessere Wahl treffen kann.

Kater Leo haben wir vor neun Jahren aus dem Tierheim zu uns nach Hause geholt. Mein Traum war es schon immer, eine eigene Katze bei mir zu haben. Meine komplette Kindheit und Jugend hatten eine oder mehrere Katzen begleitet, erst als ich von Zuhause auszog um zu studieren hatte ich dann keine Fellnase mehr um mich herum.

Eine Rassekatze sollte es sein

In dieser Zeit, in der ich mir sicher war, dass kein Haustier zu meinem aktuellen Lebensstil passte, hat sich ein klares Bild von meiner Wunsch-Katze ergeben. Eine Main Coone sollte es sein. Das sind sehr große, langhaarige Katzen, die vom Verhalten her sehr anschmiegsam und verschmust sind.

Ich studierte fertig, fing an zu arbeiten, heiratete und bekam mein erstes Kind. Und wir zogen endlich in eine Wohnung, die groß genug für eine Fellnase sein würde.

Also fing ich an zu recherchieren. Die Katzen meiner Eltern kommen alle aus dem Tierheim. Ich kenne es also nicht anders. Vor diesem Hintergrund kam ich gar nicht auf die Idee, meine Katze von wo anders zu holen, als aus dem Tierheim. Selbst als auf einem Bauernhof ganz in der Nähe kleine Babykatzen zu bekommen gewesen wären, lehnte ich dankend ab.

Der erste Blick geht auf die Webseite des Tierheims

So recherchierte ich, trotz aller Rassevorlieben, erstmal auf der Webseite des örtlichen Tierheims. Dort gibt es eine stets aktuell gehaltene Seite auf der man sich einige der Katzen anschauen kann, die gerade zur Vermittlung bereit sind.

Zu meinem allergrößten Erstaunen fand ich tatsächlich eine etwas ältere, schwarze Maine Coone Dame, die ein neues Zuhause suchte. Voller Vorfreude stieg ich mit meinem Baby-Töchterchen ins Auto und fuhr ins Tierheim. Natürlich mit dem einen und einzigen Ziel, diese schwarze Maine-Coon Katze zu adoptieren.

Aber dann kommt alles ganz anders: Nicht wir suchen die Katze aus…

Dann kam jedoch alles ganz anders. Wir betraten bei strahlendem Sonnenschein das Außengehege der Katzenanlage. Ich sah die Maine-Coon Dame lang ausgestreckt auf einem der vielen Ruheplätzchen vor sich hinträumen. Mit Töchterchen auf dem Arm näherte ich mich langsam und streckte den Arm nach dem weichen, seidigen Fell aus…

…die Katze sucht uns aus!

… als plötzlich meine Tochter anfing zu jauchzen. Eine ebenfalls langhaarige Katze mit Tigerstreifen hatte sich unbemerkt an uns angenähert und stupste mit der Nase jetzt gegen die kleinen Fingerchen der Tochter, die das ganz entzückend fand und sich vor lauter Glück gar nicht mehr einkriegte. Als der Tiger bemerkte, dass ich mich ihm ebenfalls zuwandte, fing er laut an zu schnurren, lies sich von uns streicheln und kraulen, als ob er uns endlich, wie nach einem längeren Urlaub, wieder gefunden hatte.

Innerhalb von Minuten war die Maine-Coon Katze vergessen. Kater Leo stand im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Offensichtlich hatte er nur auf uns gewartet. Natürlich adoptierte ich Kater Leo dann auch. Es fühlte sich gut und richtig an und er gewöhnte sich binnen drei Tagen richtig gut bei uns zu Hause ein.

Kein Einzelfall – auch bei Iksi war es die richtige Wahl

Iksi

Ähnliche Erfahrungen haben wir auch mit unserem neusten Zuwachs, Katzer Iksi, gemacht. Auch hier war ich mit den Kindern im Tierheim. Für die Kinder war ziemlich schnell klar: der oder keiner. Die Kinder gingen mit der Vorstellung „schwarz-weiß“, „sehr jung“ und „verspielt“ ins Tierheim. Jetzt haben sie „schwarz“, „schon ausgewachsen“ und „zum Glück nicht ganz so anhänglich, denn so oft haben wir gar keine Zeit“.

Aus dieser Erfahrung kann ich sagen: ich würde immer und immer wieder ein Tier aus dem Tierheim holen. Aber es gibt natürlich auch ganz unemotionale Fakten, die für diese Wahl sprechen:

Vorteile, wenn man ein Tier aus dem Tierheim adoptiert

  • Die Tiere sind geimpft, gechiped, kastriert und entwurmt. Im Prinzip muss man sich erst mal um nichts kümmern
  • Die Tierheim-Mitarbeiter können einen wunderbar beraten, welches Tier das Richtige sein könnte.
  • Bei uns kam bei Katze Nummer zwei eine Tierheim-Mitarbeiterin nach Hause und hat sich angeschaut, ob unsere Wohnung, der Garten und die Umgebung geeignet für das Tier sind.
  • Die Kosten sind überschaubar. Natürlich bekommt man die Tiere nicht gratis. Wie erwähnt sind die Tiere gesund, man muss keine Vorkehrungen gegen Vermehrung treffen und in unserem Fall war der Chip schon mit der Haustierdatenbank Tasso Das kostet natürlich Aufwand und Geld, den man mit der Schutzgebühr im Tierheim abgleichen muss. Im Gegensatz zu einer Katze vom Züchter hält sich der Betrag aber in Grenzen.

Warum man auf jeden Fall zuerst im Tierheim schauen sollte

Im Tierheim warten viele Tiere
  • Jeden Tag werden tausende Tiere im Tierheim abgegeben. Es ist wunderschön für diese Tiere, wenn sie endlich wieder ein Zuhause bei Lieblingsmenschen bekommen dürfen.
  • Unter diesen Tieren gibt es kleine, große, dicke und dünne: wer etwas Geduld mitbringt, der findet in jedem Fall „sein“ tierisches Gegenstück

Aber Tiere aus dem Tierheim haben doch alle einen „Knacks“?!?

  • Das ist ein schlimmes Vorurteil und stimmt so nicht. Unser Kater Leo war im Tierheim, weil er einen Fellfehler hatte und bei seinem Züchter nicht zur weiteren Zucht geeignet war. Er wurde wegen eines nicht ganz geraden Streifens auf dem Rücken abgeschoben.
  • Kater Iksi wurde abgegeben, weil er in seiner vorigen Wohnung unterm Dach sehr unglücklich war. Er ist eine typische „Draußen-Katze“. Bei uns hat er die Möglichkeit auf Freigang und nutzt diesen auch regelmäßig. In seiner vorigen Familie hatte er das nicht und wurde deshalb abgegeben.
Im Tierheim warten viele Tiere

Tiere im Tierheim werden oft einfach abgegeben, weil die Lebensumstände nicht mehr passen. Da gibt es Scheidungstiere, Tiere die beim Umzug einfach nicht berücksichtig werden können oder eben Tiere, die aus einer Zucht kommen und den dortigen Standards nicht genügen.

Mit einem Besuch im Tierheim kann man diese Vorurteile meistens zweifelsfrei beseitigen. Das Gleiche gilt natürlich für Hunde, Vögel, Kaninchen und alle anderen Tiere.

Ich hoffe, ich konnte euch hier viele positive Gedanken zu Tierheim-Tieren mit auf den Weg geben. Viel Spaß beim Aussuchen eures tierischen Mitbewohners.

Eure Carola

 

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